Gehört… On the way to new work mit Mathias Döpfner

In den letzten Wochen habe ich alle bisher erschienen Folgen von „On the way to new work“ (nach)gehört. Das Thema „Arbeiten der Zukunft“ interessiert mich einfach, um eigene Prozesse zu optimieren. Dashalb mag ich die Interviewreihe, die interessante Einblicke in einzelne Unternehmen und Strukturen gibt. Da sind einige Denkanstöße dabei, die ich bei mir umzusetzen versuche. Das Buch, was bereits parallel entsteht dürfte hier nochmal einen Push geben.

Zuletzt wurde die Folge mit Mathias Döpfner (CEO bei Axel Springer) veröffentlicht.
Ich bin sicherlich kein Fan von Springer, was vorrangig mit einigen journalistischen Prinzipien zu tun hat, wobei ich Produkte der Welt-Gruppe durchaus mag. Das Silicon Valley-Buch von Christoph Keese fand ich grandios. Es ist also ein kleines zwiespältiges Verhältnis.

Während der Folge bekam ich allerdings ein immer positiveres Bild vom Unternehmen und er zukunftsgerichteten Kultur, die dort eingepflanzt wurde.
Bis sich der Podcast dem Ende neigt.
Es folgte ein paar kleine Worte, die mich zweifeln ließen.

Döpfner berichtete von einem Gespräch mit diversen Azubis, bei dem er eine Frage damit beantwortete, dass man mit Leidenschaft, aber auch Fleiß vorankommt. Mit harter Arbeit lässt sich einiges bewegen. So weit zu gut. Nur verbindet Döpfner Fleiß unter anderem mit dem Attributen früher da zu sein und länger im Büro zu bleiben, als die anderen Kollegen.

Echt jetzt?
Einige Minuten vorher erzählte er noch, dass eine ausgewogene Worklife-Balance und Zeit für die eigene Freizeit wichtig wäre.
Doch dann entscheidet doch die reine Arbeitszeit?

Modernes Arbeiten also nur für jene, die einfach nur ihren Job anreißen wollen. Wer erfolgreich sein will, muss aber trotzdem in den alten Mustern agieren und buckeln?
Eventuell meint er es nicht so. Eventuell auch nicht. Vielleicht haben die kleinen Worte ihn aber doch entlarvt.

Die Ansätze mag ich trotzdem, hinter der Umsetzung sehe ich Fragezeichen.

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